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Stand: Samstag 2017-5-20 version 01 - DIESE DATEI IST IN ÜBERARBEITUNG .... daher auch im Layout etwas "in Bewegung ;-)  "

 

Viele Schulen haben ein Konzept für den Einsatz digitaler Medien – oft ist es nicht (mehr) aktuell. In den Medienkonzepten (hier sind immer Konzepte des Einsatzes digitaler Medien gemeint) finden sich bestimmte Begriffe immer wieder. Wie sie verstanden und „mit Leben gefüllt“ werden, hängt von der jeweiligen Schule ab.

Hier finden Sie einige Beispiele, wie sich die Begriffe weiter auffächern können – dies ist auf keinen Fall verbindlich oder irgendwo festgeschrieben, sondern nur ein Vorschlag. Jede Schule hat spezifische Bedingungen. Es soll eine Anregung sein. Lassen Sie einzelne Bereiche weg, fassen Sie zusammen, splitten Sie auf, verschieben Sie….

Die Liste ist nicht endgültig, sondern wird nach und nach überarbeitet und angepasst…

Die Reihenfolge hat keine bestimmte Priorität.

 

  • Medienkonzept
  • Medienentwicklungsplan
  • Stoffverteilungsplan
  • Wartungskonzept
  • Fortbildungskonzept
  • Personalplanung
  • Ordnungen/Recht
  • Mediencurriculum
  • Schulinternes Curriculum
  • Ausstattungskonzept

 

Wie geht man vor?

Im Medienkonzept können feststehende Daten beschrieben werden.

Istzustand - WIE ist die Situation zu einem bestimmten Zeitpunkt?

In einem Teil „Planung“ können dann Ziele formuliert werden.

Andere Bundesländer nennen den Ausstattungsbereich z.B. Medienentwicklungsplanung und den pädagogischen Bereich Medienbildungsplanung.

Wahrscheinlich ist es am besten, diese beiden Bereiche zu trennen:

Medienkonzept – „SO ist es, DAS ist unsere digitale Medien-Arbeit an unserer Schule“

Planung – „DAS wollen wir erreichen, SO wollen wir es erreichen“

Aus der Planung wird später ein „Ein Ziel-Maßnahmen-Katalog“.

  • WAS wollen wir erreichen?
  • WAS müssen wir dafür tun?
  • Bis wann müssen wir welche Maßnahmen ergreifen?
  • WER macht WAS?
  • WORAN merken wir, das wir die Ziele erreicht haben?

Medienkonzept

DER Oberbegriff. Hier versammeln sich die untergeordneten Bereiche.

Es existiert neben dem schulinternen Curriculum (SchiC, Berlin).

Es ist Teil des Schulprogramms.

Mediencurriculum

WANN macht Wer Wo Was?

Es existiert zusätzlich neben dem SchiC, hat aber Überschneidungen zu den Unterrichtsvorhaben in den Fächern, in denen die Medienbildung (wie z.B. auch die Sprachbildung) berücksichtigt und benannt wird.

In ihm werden Kompetenzen benannt, die den SuS vermittelt werden. Es bezieht sich auf das Basiscurriculum Medienbildung und dessen Anpassung an die jeweilige Schule. Die Inhalte sind verbindlich. Darin werden keine „Ideen“ oder Wünsche festgehalten, sondern verbindliche Unterrichtsinhalte.

Stoffverteilungsplan

Was wird vermittelt? Welche Inhalte stehen auf dem Stundenplan?

Eine Vorstufe des Mediencurriculums. Es ist häufig in teilweise ausgearbeiteter Form an vielen Schulen vorhanden – ein Plan, was die IT-Inhalte in welchen Klassenstufen sind.

Ausstattungskonzept

Hardware

  • Liegt eine Inventarliste vor?
  • Wird in der Inventarliste zwischen Anschaffungen der Schule und Material durch Senats- oder Bezirksvergabe unterschieden?
  • Wie viele Geräte welcher Art sind in welchen Räumen vorhanden?
  • Welchen Standard haben die PC?

Software

  • Welche Software ist vorhanden mit welchen Lizenzmodellen?
  • In welchen Klassenstufen werden diese genutzt?

Planung:

  • Welcher Hardware-Standard soll erreicht werden? (z.B. mind. Intel core2duo 4GB RAM 250 GB HDD im PC-Raum; an den SMART Boards mind. Intel i3 4GB RAM 250 GB HDD)
  • Welche Software soll angeschafft (bzw. abonniert) werden?

Wartungskonzept

  • Wer kümmert sich um die technische Wartung der IT-Technik im pädagogischen Bereich (nicht im Schulbüro)? IT-Technik: PC, Monitore, Eingabegeräte, Netzwerktechnik (Kabel, Switche), „Erste-Hilfe“ beim Server (niedriger Support-Level), Kontakt zum Server-Support, Drucker… (je nach Situation vor Ort und Kompetenz der Beteiligten definieren)
  • Wer ist Ansprechpartner/-in bei IT-Problemen der Lehrkräfte?
  • Gibt es externe Unterstützung?

Sicherheit/Datenschutz

  • Liegen Überlegungen zur Antivirussicherheit vor? (Server, USB-Sticks von Nutzer/-innen, Dateidownloads, E-Mail-Konten-Nutzung)
  • Was wird in den Verzeichnissen der Nutzer/-innen gespeichert? (siehe Recht)
  • Umgang mit Passwörtern

Fortbildungskonzept

  • Bei welchen Lehrkräften und in welchen Bereichen besteht Fortbildungsbedarf?
  • Welche Kompetenzen fehlen noch im Kollegium?
  • Mit welchen Institutionen arbeitet die Schule im Fortbildungsbereich schon zusammen?
  • Welche Form(en) der Fortbildung werden genutzt? (kollegialer Austausch, Referent/-innen von Außen, Online-Webinare,…, „Fortbildung in der großen Pause“, Workshops bei pädagogischen Treffen des Kollegiums….)

Planung: Fortbildungsanbieter ansprechen und Termine planen

Personalplanung

  • Welche Personen sind wofür zuständig? (PC-Raum-„Pflege“, didaktische Konzept Software-Beschaffung oder -Recherche u.ä.)
  • Sind wichtige Kompetenzbereiche im IT-Bereich doppelt besetzt?

Planung: Lehrkräfte ansprechen und zur Mitarbeit motivieren, Arbeit auf mehrere Personen verteilen

Finanzplanung

Eine Querschnittsaufgabe, in der eventuelle Kosten für

- Hardwarebeschaffung

- Softwarebeschaffung oder jährliche Abos

- Support und Update für den Server

- Kosten für externe Techniker/-innen

- Umbaukosten in Räumen

- Fortbildungen (ggf. externe)

- …

aufgelistet werden können.

Planung: Schwerpunkte setzen, Investitionen verteilen

Ordnungen/Recht

  • Nutzer/-innenordnung – WER darf WAS an den Schul-PC machen? (das päd. Netzwerk ist nur für den unterrichtlichen Nutzen gedacht)
  • WAS ist erlaubt, WAS verboten? z.B. Nutzung von Online-Diensten im Unterricht
  • Datenschutz – Recht am Bild (von Schüler/-innen, Lehrkräften und Erzieher/-innen), Speichern von Schülerdaten (Zeugnisse, Adresslisten)
  • Überwachung des rechtssicheren Verhaltens der SuS am Schul-PC

Problem: Hier kann man sehr ausführliche Nutzerordnungen erstellen und unterschreiben lassen. Aber wie gewährleistet man, das die Lehrkräfte auch im Alltag später noch danach handeln, wenn der unterschrieben Text nicht mehr präsent ist?

Tipp: Gelegentlich schwerpunktmäßig in Dienstbesprechung o.ä. auf Problempunkt hinweisen. In einem (geschlossenen) Online-Bereich eine aktuelle Nutzerordnung „griffbereit“ haben, die man jederzeit anklicken kann.

Schulinternes Curriculum SchiC

  • Je nachdem, wie die Schule das SchiC erarbeitet, werden sich darin Bezüge zur digitalen Medienbildung finden.
  • Die RLP-Arbeit in den Fächern ist eng verzahnt mit den Querschnittsaufgaben „Sprachbildung“ und „Medienbildung“, die beide ein eigenes Basiscurriculum im neuen RLP haben.
  • Die ExpertInnen für Sprachbildung und Medienbildung unterstützen die FK bei der Formulierung des SchiC.